Paketversand bis 40kg
Abholung & Versand möglich
Mobil: 0171-7130914

Pellets als Einstreu? Eine echte Alternative?!

Heu und Stroh macht Pferde froh, so könnte man zusammenfassen, was ein Pferd so braucht. Doch es gibt Gründe, weshalb ein Pferd nicht auf Stroh stehen darf, nicht stehen soll oder einfach die Vorteile überwiegen und so die Vernunft siegt. Oft sind es Allergien oder ein Pferd hat einfach keine natürliche Fressbremse und frisst das Bett bis zum letzten Halm auf. In so einem Fall droht eine Verstopfungskolik, die für das Pferd gefährlich werden kann. Daher lohnt es sich, einmal über Alternativen beim Einstreu Informationen zu sammeln. Oft werden Hobelspäne verwendet, Leinstroh sieht man auch immer häufiger. Aber kennt ihr Einstreu in Form von Pellets? 

PelletmannBild1

Wir haben unsere Pferde in den vergangenen fast 20 Jahren immer mal wieder aus verschiedenen Gründen auf etwas anderem als Stroh stehen gehabt. Mal Späne, mal Leinstroh, langfristig sind wir aber immer wieder zum Stroh zurück gekommen. Gründe dafür gibt es mehrere, neben der zusätzlichen Rauhfutterquelle und dem Preis braucht es immer einige Zeit, bis Späne oder Leinstroh eine Matratze gebildet haben, vorher hat man oft viel in den Ecken und wenig bequemes Bett in der Mitte der Box. Pellets, egal ob aus Holz oder Stroh, könnten dafür eine Lösung sein.

PelletmannBild5

Bevor wir nun ins Detail gehen stelle ich hier mal die Vor- und Nachteile voran:
- Neben der deutlich besseren Lagermöglichkeiten muss auch die Verfügbarkeit erwähnt werden. Pellets sind ganzjährig verfügbar und Einstreupellets unterliegen auch meist nicht ganz so großen Preisschwankungen. Zudem kann man es zur Not auch säckeweise selber holen. Ein paar 15 Kilogramm Säcke sind leichter im Kofferaum verstaut als ein Strohballen.
- Wie ich später noch erwähnen werde, fällt bei Pellets deutlich weniger Mist an und das Misten an sich geht viel viel schneller, was auch für Betriebe nicht ganz zu verachten ist. Hier kann viel Zeit und damit bares Geld gespart werden.
- Das Stallklima ist einfach gut! Kein Geruch durch Pferdeurin, bzw. Amoniakbildung!
- Korrekt feucht gehalten ist es deutlich staubarmer und Holzpellets sind damit besonders gut für Allergiker geeignet.
- Völlig verfressenen Pferden und Ponys wird durch Pellets eine dauernd verfügbare Nahrungsquelle entzogen.

Es gibt auch Nachteile, eigentlich nur einen, abhängig von der Boxenanzahl.
- Die Ersteinstreu ist natürlich teurer als bei Stroh. Je nach Hersteller kann eine Palette Pellets, bzw. eine Tonne auch mal gerne 500,- € oder mehr kosten. Hier lohnt sich aber ein guter Vergleich, oder gleich der Anruf beim Pelletmann, denn eine Palette Holzpellets kann auch nur die Hälfte oder sogar weniger kosten! Über das ganze Jahr gerechnet, relativiert sich das aber wieder.

Aber nun etwas genauer beleuchtet

Holzpellets werden aus gepressten Hobel- und Sägespänen hergestellt. Diese fallen als Nebenprodukt der holzverarbeitenden Industrie an, sodass kein Baum extra gefällt wird. Strohpellets, wie der Name schon verrät, aus Stroh. Durch Wärmebehandlung sind die Pellets nahezu keimfrei, staubarm und sorgen so für ein sauberes Stallklima, da durch die fehlenden Bakterien die Entstehung von Ammoniak deutlich gehemmt wird und dadurch unangenehme Gerüche ausbleiben. Pellets verrotten schnell, sind also gut kompostierbar.

PelletmannBild7

Ein Sack Pellets kann, laut Herstellern zufolge, 62 Liter Flüssigkeit aufnehmen. Für eine Box wird etwa ein Sack pro Quadratmeter empfohlen, also bei einer 3x4 Meter großen Box 12 Säcke. Durch die Verwendung von Holzpellets entstehen ca. 80 % weniger Mist, da man einfach abäppeln kann und gutes Material in der Box bleibt. Nasse Stellen werden dunkel und können so einfach entfernt werden. Pro Woche ist es ratsam etwa ein bis zwei Sack nachzustreuen.

PelletmannBild3

Einmal eingestreut wird der Einstreu angefeuchtet, sodass die Pellets bereits aufquellen und eine Tretschicht bilden. Das führt dazu, dass das Material nicht mehr rutscht und das Pferd direkt am ersten Tag bequem liegen kann.

PelletmannBild4

Die meisten Hersteller empfehlen, den Einstreu zweimal im Jahr komplett zu erneuern, jeweils, wenn eine Wurmkur gegeben wurde. Bei guter Pflege kann es aber auch länger halten.

Wichtig ist bei der Verwendung von Pellets, wie auch bei Spänen und Co., dass man den Rauhfutterbedarf des Pferdes durch ausreichend Heu oder Futterstroh deckt.

 

Steht dein Pferd schon auf Pellets, oder mistest du noch?

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.